TURUS UKKO: ein der bekanntesten Erfolgsköder mit Tradition.

Der verstorbene Erfinder des legendären Turus Ukko Wobblers, Jorma Turunen, war von Kindesbeinen an mit dem Thema Raubfischangeln groß geworden. Wie die meisten Kinder in Finnland, ging er fast täglich mit seinem Vater fischen. Schon alleine deshalb, um die Speisekarte mit frisch gefangenem Fisch zu bereichern.

In den Küstenregionen der Åland-Inseln und in den Saimaa Seen-gebieten tummeln sich zahlreiche schwere Hechte und Lachse. Beste Voraussetzungen also, um neue Köder zu entwerfen und auszupro-bieren. Und genau das machte Jorma Turunen. Er experimentierte beim Angeln sehr gerne und hatte den unbedingten Willen, einen großen Schleppköder für große Raubfische zu entwickeln. Er er-kannte damals als einer der ersten: große Köder bringen oft auch großen Fisch. Solche Kunstköder gab es bis dahin nicht zu kaufen und so schuf er seine ersten eigenen Großwobbler aus heimischer Birke. Schon bald kristallisierte sich eine bestimmte Formgebung heraus, mit der die Fangergebnisse in die Höhe schnellten. Die ersten Turus Ukko Wobbler waren geboren: sagen-hafte 40 cm lang. Sie hatten bereits den typisch flachen und langgezogenen Schwanzbereich, ihre spezielle gebogene Form und die charakteristisch spitz zulaufende voluminöse Kopfpartie. Form und Größe dieser Turus Ukko Grundform waren seinerzeit revolutionär.

Jorma Turunen verfeinerte die Köderform durch Ausprobieren immer und immer wieder, bis die Endfassung gefunden wurde, die bis heute unverändert so gefertigt wird. Der sagenhafte Erfolg des Turus Ukko Wobblers sprach sich im skandinavischen Raum schnell herum und es dauerte nicht lange, da hatte der Turus Ukko seinen festen Platz in jeder Box eines finnischen Schlepp-anglers. Natürlich kam er auch im finnischen Saimaa-Seengebiet zum Einsatz, einem der Top-Gebiete für das Trolling auf Binnen-lachse und Seeforellen und das gezielte Schleppen auf Hecht und zwischenzeitlich auch auf Zander. Dort zeigte sich ein Bedarf an kleineren Ködergrößen: die Turus Ukko Wobbler in 16 cm und 20 cm wurden geboren. Sie traten einen einzigartigen Siegeszug in der Welt des Raubfischangelns an, der über Jahr-zehnte anhielt und dem Raubfischangler konstant traumhafte Fangergebnisse bescherte.

Jorma Turunen präsentierte seine in kleiner Auflage produzierten Turus Ukko Wobbler auf internationalen Messen. Von da an stieg die Nachfrage schnell an und das weltweite Interesse wuchs und wuchs. Um diesen ansteigenden Bedarf zu decken, wurden die Köderserien mit höheren Stückzahlen aus dem afrikanischen Abachi-Holz gefertigt. Diese Wahl war goldrichtig. Abachi ist schön leicht, hat einen hohen Auftrieb, ist deutlich härter, als das dahin im Köderbau bevorzugte Balsaholz und deutlich besser für die Stabilität größerer Köder geeignet. Bis heute wird daher Abachi-Holz für die Turus Ukko Wobbler ver-wendet.

Die Produktion der Turus Ukko Köder erfolgt - damals wie heute - in aufwändiger Handarbeit. Die Holz-körper werden gefräst, per Hand geglättet und ein Metallgewicht im Kopfbereich angebracht, damit der Köder schön horizontal läuft (zum Ausgleich des ungleichen Auftriebs zwischen Kopf- und Schwanz-bereich). Eine extrem belastbare Einhängeöse im Kopfbereich und natürlich rostfreie Ösen für die Drillinge sind  bei diesem Premium-Köder selbstverständlich. Die Turus Ukko Wobbler haben einen mehrfachen Lackauftrag. Zunächst werden sie in einem Tauchbad mit einer dicken Schicht grundiert, was Schutz vor die Köderaußenhaut verletzende Biss-Spuren und damit vor in das Köderinnere eindringendes Wasser bietet. So wird das einzigartige Laufverhalten des Turus Ukkos Wobblers auch bei jahrelangem hartem Einsatz gesichert.

Der krönende Abschluss ist das ebenfalls per Hand aufgetragene verlockende und fein gearbeitete Farbmuster mit einer finalen Klarlack-schicht, die zusätzlichen Schutz vor Beschädigungen bietet. Vor über 25 Jahren dann kam der Schock für alle Schlepp- und Raubfischangler. Jorma Turunen stieg das Geschäft mit dem Turus Ukko über den Kopf und er verkaufte seine „Turus Ukko Oy“ an ein ameri-kanisches Unternehmen. Dieses Unternehmen versuchte den Turus Ukko in einer billig hergestellten Version, wahrschein-lich aus Fernost, zu vermarkten. Das sprach sich schnell herum mit der Folge, dass der Turus Ukko seit 1995 von der Bildfläche verschwand. Die verbleibenden Turus Ukko Modelle, die noch in aufwändiger Handarbeit in Finnland hergestellt wurden, stiegen zu kostbaren Schätzen und zu begehrten Sammler-objekten auf.

2006 holte Jarmo Rapala (der Enkel von Lauri Rapala) den Turus Ukko zurück nach Finnland und legt seither großen Wert darauf, dass der Turus Ukko genauso, wie früher, in Handarbeit gebaut wird und so erfolgreich fängt, wie zur Zeit, als Jorma Turunen noch für die Fertigung verantwortlich war. Jarmo Rapala konnte durch sein umfas-sendes Know-How und seine hervorragenden weltweiten Beziehungen im Köderbau die Qualität sogar noch einmal steigern. Er stellte Veli-Pekka Sahinoja ein, der schon für Jorma Turunen die Turus Ukkos gefertigt hat, damit die Wobbler auf jeden Fall die gleiche Form und die gleiche Machart haben, wie früher. Die heutigen Turus Ukko Wobbler bieten daher ein Optimum an Qualität und knüpfen nahtlos an alte Traditionen an.